Über uns

qalam.de ist eine nicht-kommerzielle und unabhängige Website, die von einem Team muslimischer Akademiker betrieben wird.

Qalam ist das arabische Wort für Schreibrohr oder Schreibfeder. Wie in vielen anderen Kulturen ist die Feder auch in den islamischen Kulturkreisen ein Symbol für das stetige Streben nach Wissen, für dessen Aufzeichnung, für dessen Weitergabe und überhaupt für schriftstellerische Kultiviertheit.

Insbesondere nach den Ereignissen des 11. September 2001 hat sich das Bild vom Islam in westlichen Kulturräumen erheblich verschlechtert, so auch in Deutschland.
Wissenschaftler wie der Bielefelder Konfliktforscher Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer erkennen mittlerweile eine „generalisierte Ablehnung der Muslime in manchen Teilen der Gesellschaft“. Nach seinen Untersuchungen ist heute jeder dritte Deutsche „eindeutig islamfeindlich“; weitere 35 Prozent sähen den Islam (zumindest) „pessimistisch-kritisch“.

Ursachen für diese weit verbreitete Islamophobie sind neben diffusen Ängsten, genährt durch Halb- und Unwissen über den Islam, das Fehlverhalten und der Fanatismus einzelner Muslime sowie die permanent geschürte Furcht vor „den Muslimen“ in den Medien.

So schreibt zum Beispiel die Erlanger Medienpädagogin Dr. Sabine Schiffer: „1,2 Milliarden Individuen auf der Welt sind Muslime. Sie sind in verschiedenen Ländern und Erdteilen zu Hause und leben in unterschiedlichen Gesellschaftssystemen. Differenzierte soziokulturelle Faktoren machen deutlich, dass es innerhalb der muslimischen Bevölkerungen eine Vielzahl von verschiedenartigen Lebensrealitäten gibt. Dennoch lässt sich feststellen, dass in deutschen Medien “die“ Muslime zunehmend als homogene Masse wahrgenommen werden, die bedrohlich oder zumindest rückständig erscheint.“

´Ali Ibn Abi Talib (gest. 661), der vierte Kalif des Islam, hat gesagt: „Die Menschen sind Feinde dessen, was sie nicht kennen und was sie nicht verstehen.“

Vor diesem Hintergrund ist es unser Ziel, als europäische Muslime unsere Stimme zu erheben sowohl gegen die zunehmende Diffamierung des Islam und der Muslime in westlichen Gesellschaften als auch gegen das offenkundige Fehlverhalten einzelner Muslime, die dem Ansehen des Islam schaden.
Durch authentische Wissensvermittlung wollen wir Missverständnisse über und Ängste vor dem Islam abbauen. Denn Wissen ist die Grundlage, um einem „clash of civilizations“ wie er z.B. von Samuel P. Huntington nach dem Ende des Kalten Krieges in höchst problematischer Weise prophezeit wurde, effektiv entgegenzutreten, und im Gegensatz dazu, den friedlichen Dialog der Kulturen und Völker zu fördern. Wenn auch dieser Weg gewiss mit vielen Hindernissen gepflastert ist, so gibt es für ihn aus unserer Sicht langfristig doch keine sinnvolle Alternative.


... und mag das Schwert in der Schlacht zwar mächtiger sein als die Feder,
so lenkt doch auf lange Sicht die Feder das Schwert!





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Auf die in den Orientwissenschaften übliche Transkription islamisch-arabischer Termini wurde in unseren Büchern und Kurzbeiträgen zugunsten besserer Lesbarkeit für ein breiteres Publikum ganz bewusst verzichtet. Der arabisch-konsonantische Pharyngallaut „´Ain“ wird in Verbindung mit seinem nachfolgenden Vokal durch das Zeichen ´ angedeutet, das laryngale Hamza i.d.R. durch das Zeichen `.



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